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Baupreisindex – warum sich die Police jährlich anpasst

Einmal im Jahr bekommen Eigenheim-Besitzer, die ihre Immobilie versichert haben, Post vom Versicherer. In dem Schreiben wird der Status Quo der Gebäudeversicherung dargelegt. In diesem Zusammenhang spielt der Baupreisindex eine entscheidende Rolle. Was dahinter steckt, und wie ihr auf mögliche Beitragserhöhungen reagieren könnten, haben wir für euch zusammengetragen.

Der Baupreisindex misst die Preisentwicklung für Bauleistungen und ist ein wichtiger Indikator für die Kostenentwicklung im Bauwesen. Er wird vom Statistischen Bundesamt vierteljährlich veröffentlicht und dient unter anderem als Grundlage für die Kalkulation von Bauprojekten sowie für die Anpassung von Versicherungssummen in der Wohngebäudeversicherung.

Denn jedes Gebäude ist auf Neuwert versichert. Das bedeutet, die Gebäudeversicherung leistet im Schadensfall den Betrag, der nötig wäre, um das Gebäude in gleicher Art und Güte neu zu errichten. Damit dieser Wert jedes Jahr realistisch bleibt, wird der Baupreisindex herangezogen. Im Totalschadenfall besteht für die Eigenheimbesitzer so die Garantie auf Neuerstellung zu den dann notwendigen Baupreisen.

Preissteigerungen seit 2021

Der Baupreisindex setzt sich in erster Linie aus den Materialkosten und den Lohnkosten zusammen. Durch gestiegene Materialkosten im Zuge des Ukraine-Krieges, Engpässen in den Lieferketten, Fachkräftemangel und allgemeine Inflation gab es in den vergangenen fünf Jahren folgende Preissteigerungen für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland:

  • 2020 => 2021: +14,60%
  • 2021 => 2022: +16,80%
  • 2022 => 2023: +4,30 %
  • 2023 => 2024: +3,10 %
  • 2024 => 2025: +2,70 %
  • 2025 => 2026: +3,20%

Folgen für den Versicherten

Durch die steigenden Kosten wird die Versicherungssumme der Gebäudeversicherung automatisch angepasst an. So wird garantiert, dass die Eigentümer nie unterversichert sind. Diese automatische Anpassung wird als gleitender Neuwert bezeichnet.

Für Kunden bedeutet das:

  • Jährliche Schreiben zur Gebäudeversicherung mit Anpassungen sind in einer Neuwertversicherung unvermeidbar.
  • Anpassungen fallen in der Regel nach oben aus, weil Baukosten tendenziell weiterhin steigen.
  • Diese Dynamisierung sichert allerdings den Versicherungsschutz langfristig ab.

Wie kann man auf Anpassungen reagieren

Doch wie könnt ihr auf die Anpassungen reagieren? Die Versicherungstherapeuten stehen euch für mögliche Maßnahmen selbstverständlich zur Verfügung:

  • Tarifliche Überprüfung: Wir prüfen, ob euer Tarif noch optimal ist.
  • Selbstbeteiligungsmodelle: Damit lassen sich Beiträge gezielt abfedern.

 

Unsere Experten für das Gebiet sind: Philipp Schönhals & Anna-Laura Schönhals

Weitere Infos gibt es hier: Beitragsanpassung Wohngebäudeversicherung

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