#KurioseSchadenfälle

Aquacat und das Pferd auf dem Flur

Verkehrsunfälle, Unwetter- und Brandschäden, Überschwemmungen: Das gehört zum Tagesgeschäft von Björn Hepfer. Der erfahrene Versicherungskaufmann kümmert sich federführend um die Schadensregulierung bei den Versicherungstherapeuten. Ab und zu allerdings landen auch mal kuriose Schadensfälle auf seinem Schreibtisch. Drei davon stellen wir euch jetzt vor.

Spechtschlag

Es war 2024, als Björn Hepfer den Anruf eines Kunden bekam. Er hätte zwei kreisrunde Löcher in seiner gerade erst isolierten Fassade entdeckt. Zweite Etage, in ungefähr fünf Metern Höhe. Beim Vor-Ort-Termin war recht schnell klar: Das waren nicht die Folgen eines Unwetters. Etwas anderes hatte für die kreisrunden Löcher gesorgt.

Tatsächlich hatte ein Specht die Löcher in die neue Fassade „gehämmert“. Wahrscheinlich, um dort ein Nest, eine Höhle für den Nachwuchs zu bauen. Kosten für die Beseitigung: 700 Euro. 

Aber welche Versicherung deckt diesen Schaden ab? Ein Blick in die Unterlagen sorgte schnell für Erleichterung. Denn bei der Gebäudeversicherung der SIGNAL IDUNA gibt es die Leistungsbausteine „Tierverbiss“ und „Spechtschlag“. 

Der Schaden wurden schnell reguliert. Was aus dem Specht geworden ist, ist leider nicht bekannt. 

Aquacat

Ab und zu hört Björn Hepfer Geschichten, bei denen sich der Schadensregulier denkt: Das soll wohl ein Scherz sein. Eine Kundin meldete sich vor ein paar Jahren mit der Info, dass es bei ihr einen Wasserschaden gegeben hätte, das Badezimmer sei überflutet worden. Geschätzter Schaden: 2500 Euro. 

So weit, so bekannt. Doch die Erklärung hatte es in sich. Der Schaden sei von ihrer Katze verursacht worden. Wie bitte? 

Nach Rücksprache mit der Zentrale wurde ein Sachverständiger zu der Kundin geschickt. Und der kam am Ende zu dem Schluss, dass die Hergangsschilderung plausibel und nachvollziehbar war.

Zum einen konnte die Kundin nachweisen, dass sie zum Zeitpunkt des Unfalls nicht in der Wohnung war. Zum anderen waren die Spuren im Badezimmer klar erkennbar. Zunächst sei die Katze ins Waschbecken gesprungen und hatte so das Pop-Up-Ventil geschlossen, anschließend muss das Tier beim Hochkommen den Einhebelmischergriff nach oben geschoben haben. 

Das Wasser fing an zu laufen, zu überlaufen. Erst in den Unterschrank, dann in den Teppich und beschädigte anschließend auch das Parkett. Aquacat hatte ganze Arbeit geleistet. 

Der Sachverständige war überzeugt; die Versicherung zahlte.

Pferd auf dem Flur

Da hatten die Eltern die Rechnung ohne die eigene Tochter gemacht. Weil der Nachwuchs nicht damit einverstanden war, dass sie das geliebte Pony abgeben müsse, entschloss sich das Mädchen, das Pferd kurzerhand zu entführen. 

Aber wohin mit dem Tier? Für das Mädchen stand schnell fest: Ab zur Oma! Die weiß immer Rat. Kleiner Haken: Die Großmutter lebte nicht auf einem Bauernhof, sondern in einem Mehrfamilienhaus, in der 2. Etage. 

Also rein in das Treppenhaus, rauf in den 2. Stock, und da stand das Tier nun: ein Pferd auf dem Flur. Zwar „legte der gute Gaul keinen Apfel auf´s Parkett“ wie es im bekannten Schlager von Klaus und Klaus heißt, doch das verdatterte Tier rebellierte natürlich. 

Bilanz des ungewöhnlichen Ausritts: eine Vielzahl von kaputten Fliesen, ein verbeultes Geländer und zerfetzte Tapeten. Schadenshöhe: 3000-3500 Euro. 

Zum Glück gab es eine Tierhalter-Haftpflicht. So kam das Pony mit dem Schrecken, und das Mädchen mit ein paar eindringlichen Hinweisen davon. 

Denn dank der SIGNAL IDUNA hatten die Eltern auf das richtige Pferd gesetzt.

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