#Azubi-Starthilfe
Versicherungen: Was sollten Auszubildende zum Berufsstart beachten?
Mit dem Start der Ausbildungszeit im Herbst beginnt für junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt. Zum ersten Mal gibt es ein richtiges Gehalt, neue Erfahrungen werden gemacht und man lernt, auf eigenen Füßen zu stehen. Und wie sieht es mit Absicherung aus? Wir haben für euch die wichtigsten Infos zum Thema „Versicherungen für Auszubildene“ zusammengefasst.
Peter Krieger kennt diese Frage zu Genüge: Was sollte meine Tochter oder mein Sohn beachten, wenn die Ausbildungszeit beginnt? Viele Eltern machen sich Gedanken, welche Versicherungen sinnvoll sind, wenn der eigene Nachwuchs flügge wird. Zusammen mit dem erfahrenen Kundenberater und Seniorpartner der Versicherungstherapeuten haben wir uns die wesentlichen Versicherungen zum Start des Berufslebens angeschaut.
Krankenversicherung
Was viele Berufsanfänger gar nicht wissen: Sie sind frei in der Wahl ihrer Krankenversicherung. Sie müssen sich weder für den Versicherer entscheiden, mit dem der Arbeitgeber zusammenarbeitet noch für die Versicherung der Eltern. Neben dem Beitragssatz unterscheiden sich die gesetzlichen Krankenkassen vor allem durch Bonusprogramme, Satzungsleistungen und Serviceangebote. Beim Kooperationspartner der Versicherungstherapeuten, der IKK Classic, gibt es beispielsweise so ein Bonusprogramm. Nimmt der Versicherte daran teil, wird ein Teil der Beiträge zurückerstattet. Zusätzliche private Absicherungen wie Zahnzusatz- oder Krankenhauszusatzversicherungen können unabhängig von der gewählten Krankenkasse abgeschlossen werden.
Haftpflicht- und Rechtschutzversicherung
Was passiert, wenn ein Azubi einer anderen Person oder deren Eigentum Schaden zufügt? Dann kommt die Haftpflichtversicherung ins Spiel. Und die Rechtschutzversicherung übernimmt die Kosten, wenn man sein Recht durchsetzen oder sich gegen Forderungen von anderen wehren möchte. Viele Haftpflichtverträge der Eltern schließen Kinder während der ersten Schul- oder Berufsausbildung weiterhin ein. Die genauen Regelungen unterscheiden sich jedoch je nach Versicherer. Ob Auszubildende über die Rechtsschutzversicherung der Eltern mitversichert sind, sollte im jeweiligen Vertrag geprüft werden. Darüber sprechen sollte man mit Experten der Versicherungstherapeuten in jedem Fall.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Für Peter Krieger ist diese Versicherung für Azubis von ganz großer Bedeutung. Zwar gibt es im Fall der Fälle eine Erwerbsminderungsrente (gesetzliche Rentenversicherung), doch die ist zum einen an eine Mindestversicherungszeit geknüpft. In der Regel müssen Arbeitnehmer in den vergangenen 5 Jahren mindestens 36 Monatsbeiträge gezahlt haben. Und zum anderen ist die Rentenhöhe häufig relativ gering. Peter Krieger: „Es ist leider nicht selten, dass Azubis, die ihren Beruf nicht mehr ausüben können, zu einem Sozialfall werden.“ Vor diesem Hintergrund ist es so wichtig, sich frühzeitig mit einer privaten Vorsorge, einer Berufsunfähigkeitsversicherung, auseinanderzusetzen.
Unfallversicherung
Gerade in körperlichen und handwerklichen Berufen ist diese Versicherung – und vor allem die private Absicherung – so wichtig. Denn die gesetzliche Unfallversicherung greift nur, wenn der Unfall während der Arbeit, in der Berufsschule oder auf dem direkten Weg dorthin passiert. Da aber die meisten Unfälle in der Freizeit – gerade, wenn man risikoreiche Hobbys hat – oder im Haushalt passieren, sollte frühzeitig über eine zusätzliche private Unfallversicherung nachgedacht werden. Je nach Tarif können zusätzliche Leistungen wie Reha-Maßnahmen, Umbaukosten oder weitere Unterstützungsleistungen vereinbart werden.
Hausratsversicherung
Wenn der Auszubildende seine erste eigene Wohnung bezieht, sollte über diese Versicherung nachgedacht werden. Dank Handy, Laptop und anderen technischen Geräten kann ein Einbruch mit Diebstahl sehr unangenehme Folgen für junge Menschen haben. Auch bei verschiedenen Szenarien wie Bränden ist man durch eine Hausratsversicherung geschützt.
Informationsgespräch
Für den Versicherungsprofi ist Ausbildung nicht gleich Ausbildung. Welche spezifischen Voraussetzungen bringt das jeweilige Berufsbild mit sich, welches Budget steht dem Azubi zur Verfügung und wie ist das Sicherheitsbedürfnis der Eltern? Diese Fragen lassen sich am besten in einem persönlichen Gespräch beantworten. Meist in Anwesenheit der Eltern. Dabei ist sich Peter Krieger sicher: „Wir finden für jeden die individuell beste Lösung.“